Dorette Paul e.K.
Inhaberin Ina Paul
Aus der Werkstatt erzählt

Eine Familie, ein Draht, fast hundert Jahre

Was 1928 mit einem ungewöhnlichen Material und einem Kaufmann begann, der seine Muster selbst entwarf, ist heute eine der letzten Manufakturen ihrer Art. Dazwischen liegen vier Generationen, eine Enteignung und ein Neuanfang.

Altes Firmenschild mit rotem Holzrahmen und der Aufschrift „Heimindustrie R. Willy Paul“
Historisches Firmenschild
1966

Eine Maschine als Meisterstück

Knapp vierzig Jahre später übernahm der Sohn, Christian Paul — gelernter Industriemeister und Kaufmann. Für seine Meister-Abschlussarbeit baute er 1966 eine eigene Maschine: die Ostergrasmaschine. Aus Papierwolle wurde damit Ostergras, und Christian begann als einziger Hersteller im Gebiet der späteren neuen Bundesländer mit der Produktion. Aus einem Prüfungsstück wurde ein zweites Standbein, das den Betrieb über Jahrzehnte begleitet hat — heute wird kein Ostergras mehr produziert.

Mitarbeiterinnen verpacken am Arbeitstisch grünes Ostergras in bedruckte Tüten, daneben Kartons voller fertiger Beutel
Ostergras wird in Handarbeit verpackt
Heute

Weiter von Hand

Heute führt Ina Paul das Unternehmen. Eine Vielzahl verschiedener Artikel entsteht weiterhin von Hand in Putzkau. Der Fokus liegt auf der Herstellung von Chenille und den daraus weiterhin in Handarbeit gefertigten Dekorationsartikeln. Vier Namen, fast hundert Jahre, und immer noch dieselbe Geduld am Draht.

In der Werkstatt

Was Handarbeit hier heißt

Chenille wird gedreht und bei uns gibt es keinen Knopf, der die Dekorationsartikel maschinell herstellt. Jedes Stück ist ein Unikat. Genau das hat sich seit 1928 nicht geändert, und genau deshalb sieht man jedem Artikel an, dass ihn jemand angefasst hat. Das ist unser Versprechen, und es ist ein ganz einfaches: handwerkliche Herstellung, die von Anfang an höchste Qualität garantiert.

Hahn und Henne aus gelber Chenille mit rotem Kamm und roten Federn im Gras
Chenillehahn und -henne